Hier finden Sie Materialien zum Entstehungszusammenhang der Wagneroper "Der Fliegende Holländer". Wenn Sie auf Details klicken, können Sie das jeweilige Textdokument als PDF-Datei herunterladen. Um PDF-Dateien anzusehen, benötigen Sie den Acrobat Reader von Adobe.
Isolde Vetter: Die Entstehungsgeschichte der Oper "Der fliegende Holländer"
Im September 1839 in Paris angekommen, versuchte Wagner zunächst, seine letzte vollendete Oper, das 1836 abgeschlossene "Liebesverbot", zur Aufführung zu bringen. Im April 1840 musste er diese Hoffnung als gescheitert ansehen, erhielt jedoch Gelegenheit, den berühmten Textdichter Eugène Scribe einen Entwurf zu einem Einakter vorzulegen. So entstand in wenigen Tagen vor dem 6. Mai 1840 ein erster Prosaentwurf zum "Holländer" in französischer Sprache.
Margret Zuther: RICHARD WAGNER (1813-1883) "Der fliegende Holländer"
Die Geschichte eines Gespensterschiffes, das die Meere durchfährt und Unheil bringt, erzählen sich Seefahrer schon seit langer Zeit. Auch Richard Wagner ließ sich diese Legende von Schiffsleuten berichten. Wie so oft in seinem Leben musste sich der Komponist vor den pekuniären Forderungen seiner Gläubiger in Sicherheit bringen. So entschloss er sich kurzer Hand zu einer Seereise und schiffte sich am 19. Juli 1839, begleitet von seiner Frau Minna und seinem treuen Neufundländer Robber, auf dem alten Segelschiff "Thetis" in Pillau ein. Die Reise sollte nach London führen.
Heinrich Heine aus: DIE MEMOIREN DES HERREN VON SCHNABELEWOPSKI
Es war aber ein gar lieblicher Frühlingstag, als ich zum erstenmal die Stadt Hamburg verlassen. Noch sehe ich wie im Hafen die goldnen Sonnenlichter auf die beteerten Schiffsbäuche spielen, und ich höre noch das heitre langhingesungene Hoiho! der Matrosen. So ein Hafen im Frühling hat überdies die freundlichste Ähnlichkeit mit dem Gemüt eines Jünglings, ....
Märchen von Wilhelm Hauff DIE GESCHICHTE VON DEM GESPENSTERSCHIFF
Mein Vater hatte einen kleinen Laden in Balsora. Er war weder arm noch reich und einer von jenen Leuten, die nicht gerne etwas wagen, aus Furcht, das Wenige zu verlieren, das sie haben. Er erzog mich schlicht und recht und brachte es bald so weit, dass ich ihm an die Hand gehen konnte. Gerade als ich achtzehn Jahre alt war und er eben die erste größere Handelsunternehmung machte, starb er, wahrscheinlich aus Gram, tausend Goldstücke dem Meere anvertraut zu haben.